Die Scarlets. Neben Eschenbach waren auch die sympathischen Australier als Opener für die beiden Berlin Konzerte von “Der W” gesetzt.
Wir haben es uns natürlich nicht nehmen lassen und die Vier für euch vor Ort zum Gespräch gebeten. Wie eine Band, vom anderen Ende der Welt, zu “Der W” kommt und was dabei für Hürden aber auch Erfolgserlebnisse auftreten, könnt ihr in diesem Interview erfahren.

Foto: Edmund Hartsch

Wie würdet ihr die Stilrichtung eurer Musik beschreiben?

Nick: Nelli, was hat Stephan zu dir gesagt?

Nelli: Letzte Nacht? Er sagte, dass es einiges an guter Punk-Rock-Energie hat, nur dass eine dieser 40er Jahre Filmstar-Sexbomben an der Front steht. *lacht*

Nick: Ja, wir wollen diese starke Energie auf die Bühne bringen, wie ihr vielleicht gestern schon bemerkt habt. Wir spielen auch keine Balladen, da wir nicht wollen, dass unser Publikum einschläft. Im großen und ganzen kann man sagen, dass es Rock ‘n Roll mit einem hohen Maß an Energie ist und natürlich mit Nelli am Mikrofon. Eigentlich sogar noch mit Lizzy an den Drums, aber leider konnte Sie bei dieser Tour nicht dabei sein. Ums kurz zu fassen, zwei Mädels und zwei Jungs die kräftig Gas geben. *lacht*

Warum kann Lizzy nicht dabei sein?

Nick: Da wir ja bei keinem Label unter Vertrag stehen, müssen wir noch arbeiten gehen. Auf Grund der Weihnachtszeit und der dadurch anfallenden Arbeit hat ihr Arbeitgeber sie nicht gehen lassen. Wir haben das natürlich akzeptiert, dass sie arbeiten muss, was wir ja leider alle noch müssen, und dadurch nicht mitkommen kann. So musste sie also zu Hause bleiben und wir haben Tom als Ersatz bekommen.

Ist Lizzy denn auch so ein großer Onkelz-Fan und nun traurig, dass sie daheim bleiben muss?

Nick: Ja, traurig ist sie schon, aber ich würde sie jetzt nicht als großen Onkelz-Fan betrachten. Sie kennt die Onkelz und sie steht auf Punk-Rock aber ich denke sie ist mehr ein Fan der Toten Hosen. Ich glaube ja, dass sie ein wenig auf Campino steht. *lacht* Weiterlesen

Wow! 2011 war ein ziemlich krasses Jahr für uns und wird sicherlich noch ziemlich lange in unser Erinnerung bleiben.

Gleich in der ersten Januarwoche flogen wir nach Kopenhagen, Dänemark um uns ein Jazzkonzert von Laust Sonne anzusehen. Eigentlich trommelt der Gute ja bei D-A-D, doch das reicht ihm musikalisch nicht. Laust spielt nicht nur kleine Jazz-Sessions in seiner Heimat sondern tüftelte auch nebenher an seinem Solo-Album, dass im August 2011 erschien. Wer auf eine coole Mischung aus David Bowie, Prince und Justin Timberlake steht und Laust schon immer irgendwie interessant fand, der sollte unbedingt mal in das Album reinhören. Sicherlich keine Rockmusik, aber dennoch sehr grooviger Dancefloor-Sound von einem Musiktalent der besonderen Art.

Ein Mensch der besonderen Art ist natürlich auch Stephan Weidner für uns, der mir dieses Jahr einen langersehnten Traum erfüllte. Wiebke von Mindfuck und ich durften mit auf Tour fahren! Erst bekamen wir ein sehr nettes Interview vorab, indem wir uns auch über eine mögliche Zusammenarbeit für die Tour unterhielten und dann durften wir tatsächlich im Auftrag von 3R Entertainment die Autournomie I dokumentarisch an der Videokamera begleiten. 5 Wochen reisten wir durch die Republik, lernten mit Motorjesus und Alkbottle zwei klasse neue Bands kennen, begannen den Touralltag zu lieben, mit all seinen schönen Momenten und Schattenseiten und genossen Stephans Vertrauen in unsere Arbeit. Weiterlesen

Abschied vom W in Neu-Isenburg

Heimspiel von Stephan bedeutet auch für mich Heimspiel. Es wäre ein Unding nicht zum Konzert nach Neu-Isenburg zu gehen, wenn man doch nur 30 Minuten davon weg wohnt. Ausserdem habe ich jedes verdammte Mal die Hoffnung, dass das Frankfurter Konzertpublikum aus seiner Schockstarre aufwacht und endlich mal mit dem Abrocken beginnt. Das ist nämlich leider typisch für Frankfurt. Die besten Feiermenschen sind wir irgendwie nicht. Dies zieht sich durch Clubs bis hin in die Konzerthallen und es ist einfach tragisch. Sicherlich gibt es auch Ausnahmen, aber bleiben wir doch mal bei der auffallenden Mehrheit an Besuchern. Wobei meine These noch ist, dass die Stimmungsmachenden Zuschauer auf Frankfurt-Konzerten meist gar nicht aus Frankfurt kommen, sondern eine weite Anreise hinter sich haben… ;-) Weiterlesen

Der W in Berlin – Ein Resümee

Eigentlich wollte ich ja alle W-Konzerte im Dezember besuchen, doch irgendwie war bei mir persönlich die Luft raus und ich habe meine Prioritäten anders gesetzt. Schön spießig die Uni auf #1, alles andere danach und “hey, was soll ich sagen?” So weh hat es gar nicht getan.

Allerdings war klar, dass Mindfuck auf jeden Fall in Berlin am Start sein musste. In der Hauptstadt kann man einfach am besten feiern und wieso das nicht gleich mit zwei Weidner-Konzerten verknüpfen? Das erfreute auch den W persönlich, als wir beide kurz im November via Skype darüber quatschten, wo man sich denn mal wieder sehen würde, schließlich war unser letztes Treffen beim finalen Tourabschluss der Autournomie I in Göttingen gewesen. „Berlin? Alles klar, dann meld dich, ja?!“ waren Weidners Worte und diese Aufforderung nahm ich also gerne in Anspruch. Weiterlesen